Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

"Crazy - Divers - Hurghada"
- Das Forum für Taucher -


Forum Übersicht Suche Registrieren Login Online? Mitglieder Kalender FAQ

EXTERNE_LINKS_FORUM
Tauchopis Home PageUW-Video-ClipsEagle-Ray-Divers1-2-3- DiveBilder hochladen

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 227 mal aufgerufen
Bei Antworten informieren
 Hinweise und Ratschläge
Olli Offline

OWD
Beiträge: 55


17.11.2008 20:54
Dekompressionserkrankung Zitat · antworten
http://deep-blue.npage.de/link_62268507.html

Dekompressionserkrankung

Je tiefer und länger getaucht wird, umso stärker kommt es zu einer Sättigung der verschiedenen Körpergewebe (Blut, Muskeln, Haut, Fettgewebe, sämtliche Organe usw.) mit Stickstoff aus der Atemluft. Beim Aufstieg muss dieser wieder aus den Geweben entweichen und abgeatmet werden. Einige Gewebeteile brauchen sehr lang, bis sie den Stickstoff wieder abgeben. Deshalb muss der Aufstieg langsam erfolgen, ggf. müssen während des Aufstiegs auch Dekompressionspausen eingehalten werden. Diese sind abhängig von Dauer, Tiefe und körperlicher Anforderung des Tauchgangs. Die früher verwendeten Dekotabellen berücksichtigen nur einen Teilaspekt dieser Gegebenheiten. Inzwischen bietet die Industrie Tauchcomputer an, die sowohl die Tauchzeit, die vorausgegangenen Tauchgänge, das Tiefenprofil als auch den Gasverbrauch berücksichtigen und berechnen. Die Angaben, die so ein Computer zur eventuell notwendigen Dekompressionszeit macht, sind exakter als die Werte, die sich aus den Tabellen ergeben. Werden sie nicht eingehalten, kann es zur sogenannten Taucherkrankheit kommen. Der Überbegriff Dekompressionserkrankung umfasst die Schäden, die durch Gasblasenbildung des überschüssigen Stickstoffs = Caissonkrankheit oder Dekompressionskrankheit (DCS) entstehen. Embolische Verschlüsse nach einem zentralen Lungenriss (arterielle Gasembolie, AGE) stellen eine eigene Kategorie, obwohl in beiden Fällen die Erste Hilfe bei Tauchunfall identisch ist.



Ursache

Nach dem Henry-Gesetz steht die Menge eines in Flüssigkeit gelösten Gases in direktem Verhältnis zum Druck des Gases über der Flüssigkeit. Deshalb diffundiert bei einem Tauchgang auf z. B. 30 m Tiefe durch den erhöhten Druck der Einatemluft Stickstoff durch die Alveolar- und Kapillarmembranen und löst sich im Blut. Das stickstoffreiche Blut wird dann durch die Gefäße zu den verschiedenen Geweben im Körper transportiert. Die verschiedenen Gewebe werden in Dekompressionsmodellen im allgemeinen als Kompartimente bezeichnet. Die Stickstoffanreicherung in den Geweben (Aufsättigung) geschieht mit unterschiedlicher Geschwindigkeit, je nach Durchblutung der Gewebe. Das stark durchblutete Gehirn wird als "schnelles" Gewebe bezeichnet, die weniger versorgten Gelenke und Knochen als "langsames" Gewebe. Dazwischen gibt es eine Reihe von Abstufungen. Als Halbwertszeit eines Gewebes bezeichnet man die Zeitdauer in Minuten, die dieses in der Tiefe bis zur Hälfte der Sättigung bzw. Entsättigung benötigt. Während des Aufstieges entsättigen die Gewebe von dem Stickstoff, der über Blut zur Lunge transportiert und abgeatmet wird. Bei einem zu schnellen Aufstieg an die Oberfläche unter Missachtung der Dekompressionsregeln bleibt der Stickstoff beim Transport über das Blut zur Lunge nicht in Lösung, sondern bildet Blasen. Dies kann z. B. mit dem Sprudeln beim Öffnen einer Sprudelflasche verglichen werden.

Diese Blasen können sich an verschiedenen Stellen einlagern und dort Körperfunktionen beeinträchtigen.

Sie äußert sich durch Juckreiz, Lähmungserscheinungen, Gelenkschmerzen und Lymphbahnverschluss, aber auch Müdigkeit, Übelkeit und Mattheit. Als Möglichkeit der Behandlung bietet sich zunächst Sauerstoffgabe an, sobald wie möglich sollte dann die Behandlung in einer Druckkammer erfolgen. Engagierte Rettungsflieger, die den Verletzten per Hubschrauber zur nächsten Druckkammer bringen, sollten jedoch dringend darauf achten, mit ihrem Gefährt keine großen Höhen anzufliegen, sonst prägt sich die Symptomatik der Dekompressionskrankheit erst richtig aus. In der Druckkammer wird der verunfallte Taucher wieder einem erhöhten Druck (je nach Symptomen und Tauchgangsprofil unterschiedlich) ausgesetzt, der dann nach entsprechenden Behandlungstabellen wieder kontrolliert vermindert wird.

Entgegen verbreiteter Meinung ist die Verabreichung von reinem Sauerstoff keine Therapie der Dekompressionskrankheit, aber eine sehr wirkungsvolle Ersthilfe. Bereits vorhandene Blasen können durch diese Maßnahme nicht abgebaut, aber der Blasenbildung kann durch Sauerstoffgabe schon im vorneherein entgegen gewirkt werden. Durch die Sauerstoffdiffusion kann unterversorgtes Gewebe, infolge des Gasblasenverschlusses der Gefäße, wieder versorgt werden. Der Vorteil ist, dass einer Verschlechterung des körperlichen Zustands des Opfers entgegengewirkt wird. Ein verantwortungsvoller Sporttaucher sollte sich grundsätzlich darum kümmern, die Planung eines Tauchganges so anzulegen, dass keine Dekompressionspflicht zustande kommt. In einer Tauchgruppe ist immer der Taucher mit der geringsten Erfahrung und dem schlechtesten Trainigszustand derjenige, nach dessen Leistungsfähigkeit sich die Gruppe zu orientieren hat. Spektakuläre Rekorde sind für Leute vorbehalten, die genau wissen in welch tödliche Gefahr sie sich begeben. Tauchurlaube werden oft mit einer Flugreise begonnen und beendet. Eine etablierte und empfohlene Regel besagt: 24 Stunden vor Abflug kein Tauchgang mehr, Schnorcheln ist jederzeit möglich. Der niedrige Druck während des Fluges kann, bei ungenügender Entsättigung, ebenfalls zum Auftreten einer Dekompressionskrankheit führen. Muss ein Passagierflugzeug wegen einer solchen Angelegenheit zwischenlanden, übersteigt die Höhe der Schadensersatzforderung üblicherweise jede Versicherungssumme.

Bergseen sind zwar kalt, die Sichtweite ist oft exzellent. Die Höhenlage bedingt allerdings einen niedrigeren Umgebungsdruck, die Stickstoffaufsättigung beim Tauchen geschieht schneller, je höher sich der Bergsee befindet. Bei Dekompressionstauchgänge kann die erforderliche Dekozeit schnell die verbleibende Atemgaszeit überschreiten. Nicht alle im Handel erhältlichen Tauchcomputer berücksichtigen eine Bergseeanpassung bei ihren Berechnungen.

Eine sehr ausführliche Beschreibung zu diesem interessanten Thema findest du hier:
http://www.peter-rachow.de/dekompression.htm

____________________________________
¸¸.·´¯`·.¸><(((º>
¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸><(((º>
¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸¸.·´¯`·.¸><(((º>

 Sprung  
Wetter HurghadaWetter Gernsbach
© meteo24.de© meteo24.de

Horoskope
Xobor Ein Homepagemodules.de Forum
Einfach ein eigenes Forum erstellen